Homepage / Hier in Iserlohn / Im Rat für Iserlohn / Iserlohn kauft Karstadt
Laden wir einen türkischen Minister ein – mit Begleitung: Literatur, Kunst, Küche – die neue Kultur der Weinerlichkeit 5 Gründe warum England die EU verlassen sollte Ein Arbeitskreis für IT Weiter geht’s – die Bürgermeisterwahl Zeitumstellung geht auf den Wecker. „Geh aus mein Herz und suche Freud“ – eine Liedpredigt Am Ortlohn-Gelände: Gedenken an Coventry Datensicherheit und Windows XP Piraten verändern NRW von unten Iserlohn – na sauber! Damit der Terror draußen bleibt: Kaffee muss sein. Straßennamen und Kriegsverbrecher Sollten wir Straßen umbenennen? Freifunk in Iserlohn – eine Erfolgsgeschichte UWG und Piraten: Zusammenfinden Das Drama zur Errichtung der 2. Gesamtschule Das „Wir“ Das Ortlohn-Trauerspiel Swingerclubs regulieren? Vom Kreistag bevormunden lassen? Wohnraum schaffen – Auf der Emst Die Stadtteile besser vertreten Iserlohn kauft Karstadt Gemeinsame Fraktion im Iserlohner Rat UWG und Piraten – ein gutes Team im Iserlohner Rat Aufgestellt: 2014 für den Rat Indeed, isn’t it? Alle Tiere sind gleich. Aber manche sind gleicher. Von Regionalräten, Ruhrparlament und Landschaftsversammlungen – eher ein FAQ Kommunalwahl in NRW – wie geht’s? Mobbing von oben – wie die Kirche unbequeme Pastoren los wird Kinder nach Konfession sortieren? Kirchen als Arbeitgeber – Schritte aus der Rechtlosigkeit 475 Millionen Staatsleistungen an die Kirchen – wie weiter? Geschlechterquotenwahlrecht und Demokratie Initiative „unsere Freie Stadt“ Eine erschreckende Debatte Beschneidung verbieten? „Mandatsträgerabgaben“ – Ein Weg aus der Finanzkrise der Piraten? Telefonieren für Stumme? Ein Hilferuf Mein Tabak Black Vanilla. Jugendgefährdend? „Es muss eine liberale Partei geben“ Piraten mit Schießübungen? Pirat und Christ – geht das? Freie Wahlen auch in Dortmund? Freiheit, Rauchen, Kiffen und Piraten Individuum, das Ich und das Wir – ergo sumus? Der Fischer und seine Frau Mein Bauch und die Gemeinde „Stille Nacht“ – Herkunft eines Weihnachtsliedes Auf welchem Wasser segeln die Piraten Ich bin ein Nachtelf Der Ring der Macht Herr der Ringe Dornröschen Harry Potter Rumpelstilzchen Körperwelten Christen, Juden, Jerusalem – eine Predigt „Ich steh an deiner Krippen hier“ – eine Liedpredigt Die Engel – eine Predigt zum Michaelistag

Iserlohn kauft Karstadt

Nein – nicht den Konzern, zum Glück:

Kaum war unsere Fraktion UWG-Piraten gegründet, gerade erst hatten wir unser Büro im Rathaus bezogen, da musste gleich in der ersten Ratssitzung eine wichtige Entscheidung für die Zukunft unserer Stadt getroffen werden. Über die Gründe für diesen Kauf herrschte in Iserlohn großes Rätselraten – es war Sommerpause im Rat und es gab fast keine Informationen für die Öffentlichkeit. In dieser Situation luden wir zu einer öffentlichen Fraktionssitzung in den Ratssaal ein – mitten in den Ferien.

Bericht des Iserlohner Kreisanzeigers - IKZ

Bericht des Iserlohner Kreisanzeigers – IKZ, Mit Erlaubnis des Iserlohner Kreisanzeigers – © Funke Medien Gruppe

Warum nun hat sich die Fraktion UWG-Piraten für den Kauf der Karstadt Immobilie entschieden warum musste die Entscheidung so kurzfristig gefällt werden?

Wer durch die Iserlohner Fußgängerzone geht läuft über modernes Pflaster, findet Bänke und eine zeitgemäße Beleuchtung vor. In den letzten zehn Jahren wurde die Fußgängerzone Stück für Stück saniert – bis auf den Schillerplatz. Irgendwie will das gesamte Areal nicht so recht in das moderne und freundliche Stadtbild passen. Ganz egal ob man sich die betonlastige Architektur auf dem Platz, die seit Jahren stillgelegte Rolltreppe oder die mittlerweile doch etwas in die Jahre gekommene Rathausbrücke unter der manch Iserlohner nur ungern auf seinen Bus wartet betrachtet: „Da müsste mal was passieren“.

Das Gebiet des Schillerplatzes ist Bergschadensgebiet, schon 1872 musste hier eine Kirche abgerissen werden da sie durch Absackungen einsturzgefährdet war. Lange Zeit galt dieses Gebiet als unbebaubar.

In den Sechziger Jahren überbaute man das Areal mithilfe von Stützpfeilern und viel Beton mit dem heutigen Schillerplatz, der Tiefgarage, angrenzendem Karstadt Warenhaus, Sparkasse und einer Brücke über den Theodor-Heuss-Ring zum neuen Rathaus.
Bei Sanierungs- und Umbauarbeiten muss die Konstruktion immer wieder in ihrer Gesamtheit betrachtet werden, was aufgrund der Eigentümerstruktur in der Vergangenheit nicht einfach war.
Der Schillerplatz ist in städtischer Hand, im Westen grenzt die ebenfalls städtische Sparkasse an und im Osten liegt der Karstadt Komplex, der bis jetzt der Highstreet Holding gehörte.

Die Brücke vom Schillerplatz zum Rathaus beispielsweise grenzt an den Karstadt-Komplex, so dass jegliche Maßnahmen nur in Absprache mit dem Eigentümer Highstreet getroffen werden konnten.

Aufgrund der sehr verschachtelten Anteilseignerstruktur der Highstreet Holding mit schätzungsweise über 80 Anteilseignern sind Verhandlungen besonders zeitaufwändig und nicht unbedingt von Erfolg gekrönt.

Um eine zunkunftsorientierte vollumfassende und nachhaltige Entwicklung des gesamten Schillerplatz Areals unter Berücksichtung von Sicherheitsaspekten wie auch dem Ziel einer bürgernahen, offenen Gestaltung zu ermöglichen war es unserer Meinung nach unumgänglich, dass die Stadt Iserlohn Eigentümer der Karstadt Immobilie wird.
Nur so ließ sich die notwendige Planungssicherheit erreichen um einen weitsichtigen Planungsprozess anzustoßen, der den Schillerplatz besser in die Innenstadt einbindet und ihn fit für die nächsten Jahrzehnte macht.

Es geht also auf lange Sicht nicht darum ein Kaufhaus zu betreiben um damit dann Gewinne zu erziehlen sondern darum Eigentümer einer Schlüsselimmobilie in Sachen Stadtentwicklung zu werden.

Die immer wieder in Leserbriefen und persönlichen Gesprächen angedeutete drohende Karstadt Pleite ist also kein Grund vom Kauf Abstand zu nehmen.

Sollte Karstadt pleite gehen, so ändert sich daran nicht zwingend etwas, vorallem wird die Immobilie dann nicht automatisch zum Niedrigpreis auf dem Markt angeboten.
Das Vorkaufsrecht der Stadt ermöglichte es zwar, die Immobilie zu dem Preis von Highstreet zu erwerben, den ein Kaufinteressent zu dem Zeitpunkt bietet. Dieser Preis kann bei einer Immobilie in so zentraler Lage je nach Konjunktur und Investor aber deutlich höher liegen als der aktuelle Preis.

Darüber hinaus ist die Gelegehneit die Immobilie zu Erwerben längst nicht immer gegeben. Im Jahre 2008 sind schon einmal Kaufverhandlungen eines Investors mit Highstreet gescheitert, da die Immobilie zu dem Zeitpunkt noch Teil eines Wertpapierpaketes war. Diese Papiere liefen nun aus, sodass sich für die Stadt diese vorerst einmalige Chance zum Erwerb der Immobilie ergab.

Wir sahen uns in der Pflicht im Sinne einer zukunftsweisenden Stadtentwicklung für der Kauf der Immobilie zu stimmen. Mittlerweile ist die Entwicklung des gesamten zentralen Areals mit Rathäusern, Schillerplatz, Sparkasse und Karstadtgebäude in den Händen der Schillerplatz GmbH, in deren Aufsichtsrat ich für unsere Fraktion bin.

Post a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*