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Wohnraum schaffen – Auf der Emst

Mit Bebauungsplänen kann man sich als Kommunalpolitiker nur unbeliebt machen. Oft genug sind Nachbarn, Interessenten, Bürgergruppen gegen jede Veränderung – andererseits fehlt Wohnraum und die Nachfrage ist groß, auch in Iserlohn. Wir hatten schon Wochen nach der Bildung unserer Fraktion mit einem solchen Projekt zu tun: Dem Bebauungsplan „Auf der Emst“. Ich möchte die Stellungnahme, die wir mit CDU und FDP dazu veröffentlichten, hier einmal wiedergeben. Sie zeigt gut, nach welchen Kriterien wir dabei entschieden haben:

Stellungnahme der Fraktionen von CDU, FDP und UWG-Piraten zur geplanten Bebauung „Auf der Emst“

Bereits im Jahre 2006 hat der Rat der Stadt Iserlohn beschlossen, die Sonderbaufläche „Auf der Emst“ für eine hochwertige Wohnbebauung umzuwandeln. Diesem Beschluss vorgeschaltet war ein umfangreicher politischer und öffentlicher Diskussionsprozess, um die Zielsetzungen und Schwerpunkte des Stadtentwicklungskonzeptes auf einen breiten bürgerschaftlichen Konsens zu stellen. In diesem Zusammenhang betonen die Fraktionen, dass seit dem Jahre 1983 zudem ein rechtsverbindlicher Bebauungsplan „Dröscheder Feld“ besteht, der eine Bebauung vorsieht. Insofern konnte seitens der Anwohner davon ausgegangen werden, dass im Laufe der Zeit die noch vorhandene Grünfläche als Bauland genutzt wird. Seitens der Bürgerinitiative werden für eine künftige Bebauung auch die Flächen „Rauhe Hardt“ und der Bereich der ehemaligen „Bernhard-Hülsmann-Kaserne“ ins Gespräch gebracht. Hierzu ist anzumerken, dass beide Flächen sich nicht im Eigentum der Stadt Iserlohn befinden und für die „Rauhe Hardt“ auch kein rechtverbindlicher Bebauungsplan besteht.

Für die Fraktionen von CDU, FDP und UWG-Piraten ist es hierbei unerlässlich, für die geplante Wohnbebauung „Auf der Emst“ auch den Bedarf darzulegen, der eine solche Maßnahme erforderlich werden lässt. Im Stadtentwicklungskonzept wurde ein Wohnungsneubedarf von etwa 200 Wohneinheiten im Jahr für die Stadt Iserlohn festgestellt. Dieser Bedarf macht die Bereitstellung von Baugebieten für Ein- und Mehrfamilienhäuser notwendig, zumal die Einfamilienhausquote in Iserlohn mit lediglich 26 % unter dem Landesdurchschnitt von 32,5 % liegt. So hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung einen Bedarf von 66 Wohneinheiten bei Ein- und Zweifamilienhäusern festgestellt. Aktuell wollen 52 Interessenten ein Grundstück im Bereich „Auf der Emst“ für den Bau eines Einfamilienhauses kaufen.

Iserlohn benötigt weiterhin ein attraktives Wohnangebot. Sollte es vernachlässigt werden, Grundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser vorzuhalten, laufen wir Gefahr, dass insbesondere junge Familien, die aus vielfältigen Gründen gerne in einem Einfamilienhaus wohnen möchten, in andere Städte abwandern, in denen sie attraktives Bauland vorfinden. Gleichzeitig wird die Stadt Iserlohn auch für neue Bewohner aus anderen Gemeinden interessant, wenn junge Menschen hier ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen können. So kommen von den bereits erwähnten 52 Interessenten allein 10 Interessenten nicht aus Iserlohn.

Das Gebiet „Dröscheder Feld/Auf der Emst“ verfügt als erschlossenes Wohngebiet bereits über Infrastruktureinrichtungen. Eine Neubebauung trägt erheblich dazu bei, dass sich der Stadtteil insgesamt verjüngt und Einrichtungen wie die Grundschule sowie der Kindergarten auch weiterhin von Kindern fußläufig besucht werden können.

Ein wesentliches Argument gegen die vorgesehene Bebauung ist der Erhalt der freien Fläche als „grüne Lunge“ und Freizeitgebiet für die dortigen Anwohner. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass mindestens 35 % der Fläche für die Bewohner als Grünfläche zur Erholung erhalten bleibt und stadtklimatische Verschlechterungen deshalb nur in einem vertretbar geringen Maß auftreten.

Verkehrliche Untersuchungen haben ergeben, dass die Verkehrssituation insgesamt als gut einzustufen ist. Auch die vorgesehene Bebauung wird nach Expertenmeinung diesen Zustand kaum verschlechtern. Durch den Schulverkehr verschärft sich jedoch diese Situation in den Morgenstunden vor Unterrichtsbeginn im Bereich der Grundschule Auf der Emst. Hervorgerufen wird dies jedoch durch ein zum Teil unverantwortliches Verhalten der Eltern, die ihre Kinder direkt vor der Schule absetzen und es dadurch zu Gefährdungen kommen kann. Hier ist jedoch in erster Linie die Einsicht der Eltern gefragt. Ferner wurde die Parkplatzsituation untersucht mit dem Ergebnis, dass die vorhandenen Parkflächen mehr als ausreichend sind.

Die Fraktionen von CDU, FDP und UWG-Piraten sprechen sich abschließend für den erneut überarbeiteten Entwurf der geplanten Bebauung der Freifläche „Auf der Emst“ aus. In diesem Kompromissvorschlag, der auch dem Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung zur Beratung vorgelegt wird, wurde den berechtigten Anliegen der Anwohner Rechnung getragen.

Iserlohn, den 15.09.2014

 

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